Mit Sorge blickt der Berliner Museumsverband auf die geplante Einstellung des Studiengangs Konservierung und Restaurierung / Grabungstechnik sowie der aufbauenden Masterprogramme an der HTW Berlin. Diese Entscheidung gefährdet ein in Deutschland einzigartiges Ausbildungsangebot und damit die langfristige Sicherung unseres kulturellen Erbes in Berlin und darüber hinaus. Seit über drei Jahrzehnten bildet die HTW Berlin Restaurator*innen und Grabungstechniker*innen aus, die in Museen unverzichtbare Arbeit leisten. Die Spezialisierungen auf archäologisch-historisches, technisches und audiovisuelles Kulturgut sowie auf Grabungstechnik sind im deutschsprachigen Raum einzigartig. Absolvent*innen dieser Studiengänge arbeiten heute an nahezu allen Berliner Museen und Archiven sowie in renommierten Forschungseinrichtungen. Der Wegfall dieser Ausbildung würde eine Lücke in der Nachwuchsförderung und eine Schwächung der kulturellen Infrastruktur Berlins bedeuten. Restaurierung und Konservierung sind zentrale Voraussetzungen, um unser kulturelles Gedächtnis zu bewahren und zu vermitteln. Ohne qualifizierte Fachkräfte geraten Erhaltung, Erforschung und Präsentation von Sammlungen in Gefahr. Der Berliner Museumsverband appelliert an das Präsidium der HTW Berlin und den Berliner Senat, die Entscheidungen zu überdenken. Wir setzen uns für den Erhalt des Studiengangs und seiner Masterprogramme ein und plädieren für einen lösungsorientierten Dialog zwischen Hochschule, Studierenden, Politik und Kulturinstitutionen. Berlin lebt von Kultur – und Kultur braucht Nachwuchsrestaurator*innen. |
