Anknüpfend an das Thema unserer Jahrestagung 2025 „Wie weiter? Berliner Perspektiven zur Sammlungsarbeit“ freuen wir uns, dass drei unserer Mitglieder in ihre Depots einladen – mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten.
1. Depot-Besuch: DDR-Museum-Depot – Fokus: Öffnung für Besuchende
6. Oktober 2026, 14-16 Uhr, Pyramidenring 10, 12681 Berlin-Marzahn
Im März 2025 öffnete das DDR Museum erstmals sein Depot für Besucher*innen und machte damit einen zentralen Arbeitsbereich der Museumsarbeit erlebbar. Die Öffnung brachte zahlreiche Herausforderungen mit sich: Wie lassen sich Sammlungsobjekte schützen und zugleich zugänglich machen? Wie gelingt Vermittlung in einem bislang verborgenen Bereich? Welche Besonderheiten ergeben sich im Umgang mit der Geschichte der DDR und unterschiedlichen Erinnerungskulturen?
Nach einer Einführung durch Direktor Gordon Freiherr von Godin bietet Eric Strohmeier-Wimmer, wissenschaftlicher Leiter Sammlung am DDR Museum, eine Führung durch Motorradhalle, Lagerhalle, Klimaraum und den “Klub der Funktionäre”. Anschließend werden Herausforderungen, Lösungsansätze und Erfahrungen der Depotöffnung vorgestellt sowie zukünftige Vermittlungsformate und Perspektiven für das Schaudepot diskutiert.
Über den folgenden Button können Sie sich für den Depotbesuch im DDR-Museum-Depot anmelden:
2. Depot-Besuch: Sammlungsdepot der Museumsstiftung Post und Telekommunikation – Fokus: Sammlungsqualifikation
16. November 2026, 15-17 Uhr, Ringbahnstr. 130, 12103 Berlin-Tempelhof.
Die Depotbesuch führt in ein 1894/95 als Kornspeicher für das preußische Militär errichtete Gebäude in Berlin-Tempelhof, das seit Ende der 1990er-Jahre die postgeschichtliche Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation (Museen für Kommunikation Berlin, Frankfurt und Nürnberg) beherbergt. Auf 8.800 Quadratmetern Fläche lagern mehrere Hunderttausend Exponate der Stiftung.
Dr. Veit Didczuneit, Abteilungsleiter Sammlungen im Museum für Kommunikation Berlin, Wenke Wilhelm, Kustodin Transportgeschichte und Verkehr und Anke Höwing, Kustodin Institutionengeschichte geben einen Einblick in das Thema Sammlungsqualifizierung. Das erstmals 1998 entwickelte und 2006 erneuerte Sammlungskonzept der Stiftung wurde dafür 2020 grundlegend aktualisiert. Ziel ist es, vielfach vorhandene Objekte und Objekte, die dem aktuellen Konzept nicht entsprechen, zu deakzessionieren und alle dauerhaft im Bestand verbleibenden Objekte zu reinventarisieren. Die Kolleg*innen werden die Verfahrensweisen und dabei auftretende Stolpersteine erläutern und diese gemeinsam mit den Teilnehmenden reflektieren.
Über den folgenden Button können Sie sich für den Depotbesuch im Sammlungsdepot der Museumsstiftung Post und Telekommunikation anmelden:
3. Depot-Besuch: Ihr Depot? Ihr Fokus?
Dezember 2026
Wir suchen noch ein drittes Ziel für einen Depotbesuch im Dezember 2026. Sie würden gerne Ihr Depot Kolleg*innen aus anderen Häusern unter einem bestimmten Themenschwerpunkt vorstellen? Wir freuen uns über Ihre Vorschläge per Mail.
Der Depotbesuch sollte im Dezember 2026 stattfinden; der genaue Termin kann von Ihnen festgelegt werden. Ggf. wird die Reihe 2027 fortgesetzt.
